Hi, ich bin Julia!

Psychologische Beraterin mit zusätzlicher Fachrichtung NLP und Gründerin von Wild Side of Motherhood.
Wenn du dein Kind auch in vermeintlich kleinen Momenten anschreist, brauchst du meistens nicht noch mehr Erziehungswissen. Du musst das Muster verändern, das in genau diesen Momenten übernimmt.
Denn dein Ton ist nicht der Anfang des Problems...
Er ist nur das sichtbare Ende einer Kette von Ereignissen:
Dein Kind tut etwas.
Das Verhalten bekommt für dich eine persönliche Bedeutung.
Eine Emotion springt an.
Ein altes Reaktionsmuster übernimmt.
Und erst dann kommt das Verhalten, das du hinterher bereust.
Versuchst du nun, dein Verhalten mit Nervensystemregulation, mehr Achtsamkeit, bis 5 zählen, Atemtechniken oder „ich bleibe im Erwachsenen-Ich“ zu verändern, arbeitest du vor allem am sichtbaren Ende dieser Kette: dem Symptom.
Deshalb ist dein „Beim nächsten Mal bleibe ich ruhig - diesmal wirklich“ weniger solide Veränderungsstrategie und mehr erhoffter Wunschzettel.
Und genau deshalb ist auch das ganze Wissen über Bindung, Entwicklung, Grenzen und Gefühle wirklich großartig, aber leider im Moment, in dem es drauf ankommt, nicht wirklich verfügbar.
Ich kenne dieses Problem. Und leider nicht nur aus Büchern.
Ich war selbst die Mutter, die ihr Kind angeschrien hat.
Obwohl ich es besser wusste.
Ich wusste, wie ich mit meiner Tochter umgehen wollte.
Ich wusste, dass Kinder nicht absichtlich trödeln, provozieren oder morgens um 7:32 Uhr einen persönlichen Feldzug gegen die elterliche Pünktlichkeit führen.
Ich wusste, dass alle Gefühle okay sind, kannte die besten Reaktionsweisen und hatte noch viel bessere Vorsätze.
Warum also kann eine intelligente, reflektierte, hochkompetente Mutter ganz genau wissen, wie sie reagieren möchte - und dann trotzdem etwas völlig anderes tun?
Und genau auf diese Frage bekam ich keine Antwort. Stattdessen jede Menge Methoden, mit deren Hilfe ich mein unerwünschtes Verhalten ändern sollte.
Ich wollte aber keine bessere Methode zum Zusammenreißen.
Ich wollte mich gar nicht erst zusammenreißen müssen.
Und genau das ist heute der Kern meiner Arbeit:
Nicht noch mehr Wissen. Sondern verstehen, was zwischen deinem Wissen und deinem tatsächlichen Verhalten passiert - und genau dort etwas ändern.
Und das bitte ohne gleich zum pädagogisch perfekten Muttertierchen mutieren zu müssen.
Wer mag schon „perfekt“. Ich will’s wild.
Äh, what?!
Ist "WILD side of motherhood" nicht irgendwie ein bisschen... sagen wir: gewagt?!
Nope.
Denn „wild“ bedeutet nicht, dass wir jetzt alle ungebremst durchs Wohnzimmer brüllen und das dann „authentisch“ nennen.
Es bedeutet einfach nur das Gegenteil von Selbstoptimierung bis zur pädagogischen Kernsanierung.
Irgendwann darf es nämlich auch mal gut sein mit noch mehr Wissen, noch mehr Selbstbeobachtung, noch mehr Verständnis, Lächeln, Butterblümchen und immerwährender Fröhlichkeit ob des eigenen Mutterdaseins.
Schließlich willst du keine Persönlichkeitstransplantation, sondern ein konkretes unerwünschtes Verhalten loswerden.
Das ist die „wilde Seite“, die mich interessiert:
Nicht perfekte Mutterschaft, sondern echte Veränderung.
Nicht noch mehr Wissen, sondern anderes Verhalten.
Ich glaube fest daran, dass du selbst entscheiden dürfen solltest, welche Version von dir dein Kind erlebt. Und die muss nicht jederzeit pädagogisch preisverdächtig sein. Sondern schlicht so, dass dein Kind nicht immer wieder auf eine alte Geschichte von dir trifft, die gar nichts mit ihm zu tun hat.
Und sonst so?
Ich bin nicht nur psychologische Beraterin, sondern auch Volljuristin. Was vermutlich erklärt, warum ich für schwammige Antworten ungefähr dieselbe Begeisterung empfinde wie für nasse Socken in trockenen Schuhen.
Ich war fast 10 Jahre lang Führungskraft. Irgendwann wurde dann aus meiner Faszination für menschliches Verhalten auch mein Beruf.
Und: Ich bin ein hoffnungsloser Wissensjunkie.
Wenn mich ein Thema packt, will ich nicht fünf Instagram-Slides dazu sehen. Ich will es verstehen.
Was steckt dahinter? Warum ist das so? Was davon ist wirklich relevant? Und vor allem: Was davon funktioniert im echten Leben?
Denn eine Theorie kann noch so wunderschön sein.
Wenn sie dienstagsmorgens zwischen Turnbeutel, Frühstücksresten und Geschirr auf der Spülmaschine statt in ihr kollabiert, hat sie für mich ein kleines Praxisproblem.
Apropos "wild":
Ich bin ziemlich schlecht darin, mein Leben im Energiesparmodus zu führen.
Ich liebe es zu reisen. Von Alaska bis Japan und Island bis zur Antarktis war schon Vieles dabei.
Ich liebe es auswärts zu frühstücken und mich durch die Tee-Zeremonien dieser Welt zu probieren.
Ich bin mit meiner Tochter im Helikopter über einen Lava-brodelnden Vulkan geflogen, habe sie als Baby neben Orang-Utans in freier Wildbahn gestillt und könnte mich vermutlich sehr problemlos damit abfinden, einen erheblichen Teil meines Lebens aus einem Koffer zu bestreiten.
Neugier ist bei mir keine Charaktereigenschaft.
Neugier ist eher mein Betriebszustand.
Ich mag Menschen, die Fragen stellen.
Ich mag Frauen mit Hirn, Humor und Persönlichkeit.
Ich mag ungewöhnliche Ideen, große Pläne und dieses kleine Kribbeln, wenn man etwas tut, von dem andere sagen würden „Äh… bist du sicher?!“.
Sehr wahrscheinlich nicht.
Mache ich aber trotzdem.
Ich glaube nicht daran, dass Mutterschaft eine Frau kleiner machen sollte.
Und ich glaube auch nicht daran, dass du dich damit abfinden musst, in bestimmten Situationen immer wieder zu einer Version von dir zu werden, die du hinterher selbst kaum wiedererkennst.
Genau deshalb gibt es diese Seite.
Genau deshalb gibt es Wild Side of Motherhood.
