Denn es ist nicht immer der Dienstagmorgen, der dich in den Wahnsinn treibt (na ja, irgendwie doch auch, but you know what I mean):
Alle sind zu spät, es verschwinden 15 Dinge gleichzeitig, und dein Kind hat soeben beschlossen, dass Hosen heute optional seien.
So what, denn du bist eine, die das gewuppt kriegt!
Szenenwechsel.
Ein völlig unscheinbarer Moment, dein Kind sagt etwas vermeintlich Belangloses - und bringt dich damit völlig aus der Fassung. Und zwar in Millisekunden.
Und im Nachgang fragst du dich dann, wieso diese vermeintliche Kleinigkeit dich eigentlich hat so aus der Haut fahren lassen.
Denn andere Mütter sind auch müde und haben Stress.
Andere Kinder jammern, widersprechen und nerven genauso.
Und trotzdem würden die meisten in genau so einer Situation nicht mal mit der Wimper zucken. Warum also ausgerechnet du?
Andere sind überfordert. Du nicht.
Denn dein Alltag funktioniert. (ja, auch dann, wenn Mann und Kind nicht sofort springen, wenn du sie um etwas bittest… )
Du organisierst, entscheidest, löschst Brände und bist im Job die Kompetenz in Person. Kurzum: du löst Probleme. Du verursachst sie nicht.
Wie kann es also sein, dass dein eigenes Verhalten ausgerechnet da, wo es am meisten drauf ankommt, dir regelmäßig den Gegenbeweis zu liefern scheint?
Es ist einfach das Ausmaß deiner Reaktion auf vermeintlich unspektakuläre Momente, das dich ratlos macht.
Schließlich weißt du, dass Kinder nicht absichtlich provozieren.
Du weißt alles über kindliche Entwicklung, bedürfnisorientierte Erziehung, Grenzen setzen, Co-Regulation, Achtsamkeit und Mental Load und hast vermutlich das halbe Internet und noch viel mehr Bücher, Podcasts und Onlinekurse dazu auswendig gelernt.
Trotzdem passiert es immer wieder.
Und irgendwann stellst du dir zwangsläufig zwei Fragen:
Wenn noch mehr Wissen über Erziehung das Problem lösen würde - müsste es dann nicht langsam mal gelöst sein?
Wenn zu viel Mental Load die Ursache wäre - warum passiert es dann auch in Situationen, die objektiv keine wirkliche Herausforderung für dich sind?
Mehr Wissen über Erziehung kann dir helfen, wenn du keine Ahnung hast, wie man sich als Elternteil verhalten sollte.
Mehr Entlastung kann dir helfen, wenn Überforderung das eigentliche Problem ist.
Aber wenn mangelndes Wissen oder fehlende Unterstützung nicht das Problem sind, bringt es wenig, genau dort immer weiter optimieren zu wollen.
Dann ist es Zeit für Erklärung Nummer 3:

introducing:
DER MUTTERGRABEN
So nenne ich die Diskrepanz zwischen der Vorstellung, wie du als Mutter sein willst, und dem Verhalten, das du tatsächlich zeigst.
Und er entsteht, wenn deine Lautstärke nicht das eigentliche Problem ist, sondern nur das, was am Ende einer Kette von Ereignissen folgt:
Dein Kind macht etwas.
Sein Verhalten hat eine für dich relevante Bedeutung.
Diese Bedeutung löst eine Emotion in dir aus - ganz automatisch, kein Nachdenken notwendig.
Deine Ratio setzt aus und ein abgespeichertes Reaktionsmuster übernimmt.
Und jetzt erst kommt die Lautstärke.

Das ist es, wo Veränderung ansetzen darf. Am Reaktionsmuster.
Zufällig genau mein Spezialgebiet.
Hi, ich bin Julia...
... psychologische Beraterin mit zusätzlicher Fachrichtung NLP und seit 2019 selbständig.
Und ganz sicher nicht die richtige Person für dich, wenn du etwas über kindliche Entwicklung, Mental Load, Partnerschaft, Co-Parenting, bedürfnisorientierte Erziehung oder Achtsamkeit lernen willst. Dafür gibt es hervorragende Expertinnen.
Ich komme danach.
Wenn du all' diese Dinge schon zu oft gehört und noch viel öfter ausprobiert hast.
Wenn du dein Kind ziemlich gut verstehst und dein Partner zu der "ganz brauchbar"-Variante gehört und mithilft.
Und du trotzdem immer wieder laut wirst. (Lies' hier mehr über mich...)
Bei mir gibt's kein Rundum-Mama-Coaching bis Meppen.
Sondern ein sehr konkretes Problem (die Lautstärke).
Eine sehr konkrete Ursache (das Reaktionsmuster).
Und eine Lösung genau an der entscheidenden Stelle:
Wir neutralisieren das Reaktionsmuster.
Punkt.

Julia Maria Rheingans
Seit 2019 beschäftige ich mich beruflich mit Verhaltensmustern, innerem Widerstand, Selbstsabotage, schwieriger Kommunikation und psychologischen Veränderungsprozessen.

Damit das Verheimlichen und Schämen und entsetzte-Blicke-ernten im Supermarkt endlich ein Ende hat und du dich nicht länger wie das Problem in deiner Familie fühlst.
Damit dein Kind dir wieder glaubt, wenn du versprichst, dass du es nächstes Mal besser machst.
Und damit dein tatsächliches Verhalten endlich zu der klugen, reflektierten und kompetenten Frau passt, die du in jedem anderen Lebensbereich längst bist.
Wenn du als Mutter endlich deinem eigenen Anspruch an dich selbst gerecht werden willst, trag' dich HIER in meinen Newsletter ein:
Häufige Fragen und Antworten
Die Diskrepanz zwischen dem, wie du sein willst als Mutter, und dem, wie du tatsächlich bist deinem Kind gegenüber, bezeichne ich als den Muttergraben. Finde ich eingängiger als den psychologisch korrekteren Begriff der Inkongruenz...
Wenn du dir also z.B. jeden Abend vornimmst "Morgen reagiere ich anders. Dieses Mal wirklich..." und am nächsten Tag wieder von der Vehemenz deiner Reaktion eingeholt wirst, dann gibt's hier - du ahnst es schon - einen Muttergraben.
Reaktionsmuster (oder auch Verhaltensmuster) sind unbewusste Handlungsabläufe, die unser Verstand abspeichert, um schnell handeln zu können. Dabei führt ein konkreter Reiz automatisch zu einer spezifischen Reaktion.
Grundsätzlich sehr sinnvoll (so sorgen sie z.B. beim Autofahren dafür, dass du nicht mehr ständig wie ein Anfänger in der 1. Fahrstunde über den Unterschied zwischen Bremse und Kupplung nachdenken musst ). Wenn aber eine bestimmte Handlung deines Kindes automatisch zum Anstieg deiner Leitstärke führt, kann das ungewollte Konsequenzen haben.
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Was du dagegen nicht finden wirst sind allgemeine Inhalte zum Co-Parenting, bedürfnisorientierter Erziehung, Achtsamkeit, Mental Load oder Ähnlichem. Warum?
Weil ich mich bewusst seit vielen Jahren auf das Auflösen alter Reaktionsmuster spezialisiert habe. Frei nach dem Motto:
Wenn du am Herzen operiert werden müsstest - wäre dir dann jeder Arzt recht oder würdest du lieber zum Kardiologen gehen?
Eben.
Falls du bei der Anmeldung zum Newsletter technische Probleme hast, kannst du dich gerne per E-Mail unter julia@wildsideofmotherhood.de an mich wenden und ich helfe dir asap weiter!
